Donnerstag, 5. September 2013

Rezension / Allein unter Supermamis (Olaf Nett)

Da mich der Klappentext, schon allein in meiner Funktion als Mutter, sehr neugierig gemacht hat, habe ich mich um dieses Rezensionsexemplar beworben.

Der Mütter-Bücher-Markt ja schon nahezu abgegrast. Von der "Müttermafia" bis zur "Bitterfotze"  - alles dabei.
ABER das war genau der Grund, warum ich auf dieses Buch aufmerksam geworden bin: es ist ausnahmsweise aus der Perspektive eines Vaters geschrieben!

Klappentext:

Kann der das überhaupt? Arndt, Hausmann und Vollzeitvater, hat es nicht leicht. Kinder erziehen und Haushalt führen geht ja noch, aber es so zu machen, dass seine Frau damit einverstanden ist - das ist richtig schwierig. Ganz zu schweigen von der strengen Beobachtung durch all die tollen Mütter, denen Arndt in Kita und Schule begegnet. Ein herrlich komischer Roman über einen Vater, der sich um die Kinder kümmert, während seine Frau das Geld verdient - und über seine Schwierigkeiten, im Herrschaftsgebiet der Supermamis seinen Mann zu stehen.

Meine Meinung:

Recht bald habe ich während des Lesens festgestellt: die geschilderten Herausforderungen, denen Arndt in seinem Alltag als Hausmann begegnet, sind nicht unbedingt männerspezifisch, sondern begegnen auch Frauen, die das mit Erziehung & Sauberkeit ein wenig lockerer sehen als andere Mütter. Ich habe mich in vielen Szenen wiedergefunden. Das hat mich ein bisschen enttäuscht, weil es ihm als Mann doch nicht viel anders geht als uns Frauen.

Es wurden zwar auch Punkte hervorgehoben, bei denen Männer in ihrem Alltag als Vollzeitpapas klar benachteiligt werden und jeden Grund haben, sich zu emanzipieren. Aber letztendlich hat jeder sein Päckchen zu tragen.

Nichtsdestotrotz ließen mich einige Stellen im Buch schmunzeln, auch wenn sie eindeutig überzogen dargestellt wurden. Man merkt, dass der Autor gewisse Anekdoten aus seinem persönlichen Alltag eingebaut hat, diese dann aber in eine buchtauglichere Form gebracht hat. Dadurch ist für mich ein ganzes Stück Authentizität verlorengegangen.

Natürlich wusste ich, dass ich kein "ernsthaftes" Buch vorfinden würde. Aber um wirklich KOMISCH zu werden, hätte noch ein Quäntchen mehr Sarkasmus reingehört. Einfach, um das Genre klarer hervorzuheben.

Fazit:

Ich gebe 3 Sterne:
Einen Sympathiestern für Arndt bzw. Olaf Nett, der dahintersteckt.
Einen Stern für die wirklich amüsanten Stellen im Buch.
Einen Stern für die Struktur und Formatierung (kurze, szenenartige Kapitel, angenehme Zeilenabstände)!


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