Mittwoch, 6. November 2013

Blogparade / "Was fasziniert mich an Büchern und Bibliotheken?"

Meine Freundin Christina hat mich auf eine schöne Aktion aufmerksam gemacht:

Blogparade bei Rheinland-Pfalz Blogger:  

"Bibliotheken und Bücher - zeitlose Faszination"
Bibliotheken und Bücher – zeitlose Fazination
Bibliotheken und Bücher – zeitlose Fazination
Bibliotheken und Bücher – zeitlose Fazination

Natürlich sehe ich mich als Buchbloggerin in der Pflicht, zu diesem Thema meinen Senf abzulassen ;-)


Beim Gedanken an den Fortschritt im Bereich "digitale Medien und Bücher" wird selbst MIR als offenen Menschen, was technische Neuerungen angeht, etwas mulmig zumute. Mit meinem Hang zur Dramaturgie spinne ich die Gedanken weiter: wird man den Schülern in der Zukunft keine Handschrift mehr beibringen? Wird das Papier komplett abgeschafft? Gibt es dann nur noch Tablets? Aber nun eins nach dem anderen...

Im Bereich "Über mich" schreibe ich, dass ich mich mit der digitalen Buchform noch nicht so recht anfreunden kann (obwohl ich es probiert habe!) und fleißig Papier horte.Vielleicht ist es die Sammlerin in mir, vielleicht stehe ich einfach nur darauf, ganz feierlich ein Buch zu kaufen, es auszupacken, daran zu schnuppern und es ins Regal zu stellen. Mir geht es also nicht nur um das Leseerlebnis, sondern auch um das Fühl-/ Dufterlebnis oder die Freude an einem ansprechenden Cover. Ich "lebe" Bücher.

© iStockphoto
Aber schafft man solche Erlebnisse nicht schon in anderen Bereichen ab? Beispiel "Essen":
Alles muss schneller, günstiger und praktischer werden. Man kauft günstiges Fleisch, kocht schnelle Gerichte, sitzt nicht lange mit der Familie am Tisch. Mahlzeiten werden meiner Meinung nach weniger zelebriert als früher - was schade ist, denn dabei geht Familienzeit verloren. Der Trend geht mittlerweile zum Glück schon wieder in eine andere Richtung, was mich sehr erleichtert. Alte Traditionen werden dadurch geschützt.

Genauso ist es mit dem Gang in eine Bibliothek. Geht es nicht darum, sich bewusst Zeit zu nehmen, sich auf den Weg zu machen? Gerade als Mama merke ich, wie wichtig mir meine Auszeiten sind. Ein paar Stunden in der Bibliothek bedeuten für mich einfach nur: ABSCHALTEN. Das ist meine ganz persönliche Freizeit, meine Wellnesszeit. Und das kann mir auch kein "Onleihe" ersetzen.

Und trotzdem finde ich es wichtig, dass Bibliotheken ansprechend bleiben und BEIDES bieten. Das eine schließt das andere nicht aus. Ich bin da kein Freund der Extreme. Nur weil ICH mit eBooks nichts anfangen kann, dürfen Bibliotheken ihren Auftrag nicht ignorieren. Ich kenne unzählige Menschen, die parallel lesen: abends wird auf dem Sofa ein "echtes" Buch gelesen und in den Urlaub nimmt man den eBook-Reader mit.

Meine Aufgabe ist es im Moment, ein gutes Maß zu finden. Denn Bücher sind auf Dauer kostspielig und nehmen Platz weg - weshalb ich auch gerne auf das traditionelle Angebot von Bibliotheken zurückgreife. 

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