Samstag, 28. Dezember 2013

Rezension / Flavia de Luce - Mord im Gurkenbeet (Alan Bradley)

Dieses Buch lag ziemlich genau 1 Jahr auf meinem SuB.
Und plötzlich stand mir der Sinn nach einer kleinen, frechen Ermittlerin...also musste Flavia her ;-)

Da es sich um den 1. Band einer Reihe von mittlerweile 5 Bänden handelt, war ich doch sehr gespannt, ob Alan Bradley meinen Geschmack trifft und nun das Sammelfieber ausbricht.





Klappentext: 

Die junge Flavia de Luce staunt nicht schlecht, als sie im ersten Morgenlicht das Opfer eines Giftmordes in ihrem Gurkenbeet entdeckt! Da jeder ihren Vater, den sanftmütigen Colonel de Luce, für den Mörder zu halten scheint, nimmt die naseweise Flavia persönlich die Ermittlungen auf. Hartnäckig folgt sie jeder noch so abwegigen Spur – bis sie einsehen muss, dass ihr Vater tatsächlich ein dunkles Geheimnis hütet. Und so befürchtet Flavia schließlich, dass sie vielleicht eine zu gute Detektivin ist.

Meine Meinung:

Flavia ist zwar erst 11 Jahre alt, hat aber schon ordentlich was auf dem Kasten. Ihre Leidenschaft für die Chemie ist drollig...sie ist eine richtige Autodidaktin auf diesem Gebiet.

Sie mag für ihr Alter vergleichsweise reif und gebildet erscheinen, aber ich kann diese Eigenschaft gut nachvollziehen. Sie führt ein zurückgezogenes Leben und verbringt jede freie Minute in ihrem Labor.
Mit ihren zwei Schwestern teilt sie wenig Interessen. Die Mutter starb früh und der Vater kann seine Zuneigung nur schwer zum Ausdruck bringen - was die Mädchen vermutlich dazu gezwungen hat, schneller erwachsen zu werden. Und bei jeder der Schwestern äußert sich das anders: Feely, die Älteste, ist körperlich und in Bezug auf Männer sehr frühreif, Daffy liest Weltliteratur und Flavia macht sich Gedanken um Gott und die Welt und trainiert täglich ihr logisches, naturwissenschaftliches Denken.

In einem Punkt ist Flavia ganz Kind geblieben: sie ist unheimlich NEUGIERIG. Und dabei ziemlich furchtlos. Und genau diese Eigenschaften führen dazu, dass die Geschichte immer wieder vorangetrieben wird. Sie ermittelt in einem Mordfall auf eigene Faust und interagiert mit den entsprechenden Charakteren.

Tja, und dann gibt es bei mir noch die Schublade "englischer Humor" ;-) Man muss nicht jede von Flavias Aktionen auf ihre Glaubhaftigkeit untersuchen. Manchmal ist es einfach dran sich zurückzulehnen und die Show zu genießen.

Der Schreibstil ist, obwohl es sich bei der Protagonistin um ein Kind handelt, alles andere als einfältig.

Inhaltlich, also aus Krimisicht betrachtet, macht das Buch ebenfalls richtig was her. Der Plot ist außergewöhnlich und die Spannung wird bis zum Schluss aufgebaut und aufrecht erhalten.

Ich kenne mich mit Chemie und Giften nicht wirklich aus, aber der Autor muss in diesem Bereich Ahnung haben - oder hat für das Buch sauber recherchiert. Die Ausführungen sind auf alle Fälle glaubhaft und für den Laien nachvollziehbar.

Fazit: 

Flavia ist mir nach ihrem ersten Fall schon richtig ans Herz gewachsen. Ich liebe ihre freche, furchtlose und eigenständige Art. Mal sehen, was sie sich im nächsten Band leisten wird...

Kommentare:

  1. Hey,
    ich habe dich getaggt und würde mich freuen wenn du mitmachst :)
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    LG
    Lea

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  2. Da meine URL geändert wurde hier der neue Link:
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    LG
    Lea

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