Dienstag, 25. Februar 2014

Kurzmeinung / Outback - Australische Kurzgeschichten (Diverse)


Bei einer Lovelybooks-Verlosung habe ich dieses kleine Büchlein gewonnen und möchte ein paar Sätze dazu sagen.


Das Buch enthält neun australische Kurzgeschichten, sieben davon sind erstmals in deutscher Sprache erhältlich.

Ernest Favenc - Mein einziger Mord
Barbara Baynton - Erwählt
Henry Lawson - Irgendwann
Murray Innes - Hass
Steele Rudd - Dad und die Donovans
Mary Gaunt - Vermisst
Henry Lawson - Rats
Henry Lawson - Die Frau des Viehtreibers
Ernest Favenc - Verflucht


Für mich war diese Lektüre DESWEGEN interessant, weil ich mit Kurzgeschichten bisher noch nicht oft in Berührung gekommen bin. Man stellt sich als Laie schon die Frage: was kann ein Autor denn Großartiges auf so wenig Seiten unterbringen? Ich habe natürlich mitbekommen, dass es brilliante Kurzgeschichten gibt, habe ihnen aber anscheinend nicht den nötigen Respekt gezollt.

Die vorliegenden Geschichten haben mich gut unterhalten. Mal ging es um Männer, mal um Frauen, mal um Kinder, mal um Tiere...und immer um ein Land, das mich sehr fasziniert. Wer ein romantisches Bild von Australien im Kopf hat, sollte dieses Buch lesen; denn in diesem Buch zeigt sich das Land von seiner rauen Seite.

Außerdem sind alle Autoren im 19. Jahrhundert geboren - man bekommt ein Gefühl dafür, wie die Zustände um 1900 waren.

Die Geschichten sind zum Teil spannend, zum Teil mystisch, zum Teil brutal. Besonders interessant waren für mich die Geschichten der Frauen, die ohne Unterstützung ihrer Männer einen Hof zu wuppen hatten.

Bei manchen Geschichten hat sich mir der Sinn nicht ganz erschlossen. 


 Eine nette Lektüre für zwischendurch. Allerdings finde ich den Preis ein wenig happig...3 Sterne für gute Geschichten.


Mal so am Rande / Ich und die "Kurzgeschichten":

Vor einigen Jahren habe ich einem Kumpel erzählt, dass ich gerne schreibe, aber bisher noch keine konkrete Idee für ein größeres Projekt im Sinn hätte. Da meinte er nur: "Fang mit Kurzgeschichten an!" Warum? Eine Kurzgeschichte stellt ein überschaubares Ziel dar. Auch wenn man auch hier gewisse Regeln beachten muss, ist die Hürde zum Ziel viel kleiner. Womöglich lässt sich durch diese "Übung" sogar eine Schreibblockade überwinden - oder man findet heraus, dass die Schreibwut doch nicht so groß ist wie gedacht.

Damals habe ich seinen Rat mehr oder weniger abgetan - "WENN ich anfange zu schreiben, dann richtig!", war mein Argument. Tja, seither hat sich nichts verändert :-D

Im Zuge von "Outback" habe ich wieder richtig Lust bekommen, Kurzgeschichten zu schreiben. Bisher habe ich nur EINE ernstzunehmende Geschichte auf Papier gebracht...aber ich weiß, dass ich damals viel Spaß hatte. Letztendlich war für mich nicht mal der Inhalt maßgebend, sondern die Herausforderung, überhaupt mal eine Szene in Worte zu fassen und gleichzeitig eine Art Spannungsbogen zu schaffen.

Wie geht es euch mit Kurzgeschichten?
Lest ihr gerne Kurzgeschichten?
Oder schreibt ihr selbst welche?

Kommentare:

  1. Ich schreibe welche, lese sie aber nur selten xD Genauer genommen nur, wenn ich irgendwo eine Anthologie gewinne ^^ Es reizt mich irgendwie nicht, mich in eine kurze Sache hinein zu vertiefen, wenn ich weiß, dass sie nach ein paar Seiten eh wieder vorbei ist. Andererseits bieten manche Ideen einfach nicht genug Stoff für was Längeres, sind es aber trotzdem wert, umgesetzt zu werden :D

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  2. Das mit dem "sich in etwas vertiefen" ging mir auch so...aber ich mache mich jetzt trotzdem mal auf die Suche nach guten Kurzgeschichten-Bänden, um meinen Horizont ein bisschen zu erweitern. Bin gespannt, auf was ich stoßen werde!

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